Doppelter Genuss erwartete die „Leseratten“ des Seniorenvereins „Methusalem“ im Juli auf einer Flussfahrt mit der „Barkasse „Elli“: Ein tolles Schlem
merbüfett, zu dem jedes teilnehmende Mitglied kulinarische Köstlichkeiten vorbereitet hatte, wurde noch gekrönt mit literarischen Episoden aus dem bewegten Leben zweier Kapitäne. Astrid Rehberg und Klaus Wehmeyer – Schulkollegen einst und noch immer herzlich verbunden durch viele interessante, gemeinsam geplante und realisierte Schulprojekte – lasen mit großem stimmlichen Einsatz gegen den Motorenlärm an. Wenn Klaus Wehmeyer aus dem Erlebnisfundus seines Vaters vortrug, bekamen die Literaturfreund*innen einen kleinen Eindruck von der Härte des Seefahrer-Lebens. Von der Last der zentnerschweren Salpetersäcke zum Beispiel, die die Jungmänner befüllen und schleppen mussten, erzählte der Kapitän noch im hohen Alter, wenn Schultern und Rücken mal wieder schmerzten…Astrid Rehberg nahm die „Elli“-Tour zum Anlass, um an den Menschen zu erinnern, der den Aue-Lühe- Verein vor etwa 20 Jahren gründete und dem Horneburg und das Alte Land nicht nur den Erwerb der Barkasse „Elli“ verdanken. Auch der Erhalt der „Nixe“, des letzten Flussewers, geht auf sein Engagement zurück. Heute ist der Ewer ein Schmuckstück im Horneburger Handwerks-Museum. Doch Wulf Hoffmann hat sich nicht nur für das maritime Erbe Horneburgs und der Lühe eingesetzt, er hat auch ein unterhaltsames Buch über seine 60 Jahre zur See mit spannenden, kuriosen und auch dramatischen Episoden geschrieben und anrührende, Naturliebe atmende Gedichte verfasst. Leider sind die letzten Buch-Exemplare bei einem Wasserschaden vernichtet worden… Glücklich über die geistigen und leiblichen Appetithappen, dankbar für das sonnige Wetter und sicher geführt von den netten Kapitänen Jürgen und Olaf, kamen die „Methusalems“ wieder im Horneburger Hafen an. Übrigens: Auch für die Errichtung des Schlängels am Horneburger Hafen hat sich Wulf Hoffmann zu seinen Lebzeiten erfolgreich eingesetzt und damit die einstige Wasserstraße Lühe wieder in Wert gesetzt. Bleibt noch zu hoffen, dass die Lühe endlich wieder ausgebaggert wird, damit die „Elli“ allzeit eine Handbreit Wasser unter dem Kiel hat und auch in Zukunft noch fröhliche Flussfahrten möglich sind! „Wie sinnvoll wäre es doch, wenn auf der Barkasse „Elli“ ein Hinweis auf die Verdienste Wulf Hoffmanns für die Wiederbelebung der Lühe-Flussfahrten sichtbar gemacht würden“, meinte die beeindruckten Gäste. „Vielleicht könnte ja sein Buch dort ausgelegt werden, damit sich zukünftige „Elli“-Gäste an Wulf Hoffmanns Verdienste erinnern könnten ?“

